Gemeinsam anpacken für mehr Natur

Die Käthe-Kollwitz-Schule gestaltet ihren Schulhof neu

Wo bislang Asphalt das Bild prägte, entsteht Schritt für Schritt ein grüner, lebendiger und artenreicher Lebensraum: Die Käthe-Kollwitz-Schule Bruchsal gestaltet ihren Schulhof naturnah um. Insgesamt werden 330 Quadratmeter versiegelte Fläche in naturnahe Grünflächen verwandelt. Das Ziel ist klar: ein Schulhof, der nicht nur ökologisch wertvoller wird, sondern auch an heißen Sommertagen ein angenehmer Ort der Begegnung ist – ein Platz zum Durchatmen, Austauschen und Wohlfühlen. Doch bei diesem Vorhaben geht es um mehr als Pflanzen, Erde und neue Grünflächen. Im Mittelpunkt steht eine Schulgemeinschaft, die gemeinsam etwas bewegen möchte.

Viele Hände, eine gemeinsame IdeeSchulhof1 720

Am Mittwoch, den 14. Oktober 2026, begannen die Arbeiten auf dem Schulgelände, nachdem die asphaltierte Fläche bereits Wochen vorher entsiegelt wurde. Schülerinnen und Schüler packen gemeinsam mit ihren Lehrkräften an. Auch die Schul- und Abteilungsleitungen beteiligen sich tatkräftig an der Umsetzung. Was sonst im Schulalltag häufig getrennt voneinander stattfindet, kommt hier ganz selbstverständlich zusammen: planen, organisieren, gestalten und gemeinsam körperlich arbeiten.

Das Besondere daran ist, dass die Beteiligten nicht erst auf der Baustelle dazugestoßen sind. Bereits in der Vorbereitung und Planung konnten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte ihre Ideen einbringen und die Entwicklung des neuen Schulhofs mitgestalten. Dadurch erhält das Projekt eine eigene Note. Es entsteht kein fertiger Außenbereich, der der Schulgemeinschaft einfach übergeben wird. Vielmehr gestalten diejenigen, die den Schulhof später täglich nutzen werden, ihren eigenen Lebensraum aktiv mit.

Diese Eigeninitiative ist nicht nur Ausdruck eines starken Gemeinschaftsgefühls, sondern auch ein wichtiger Baustein für die Realisierung des Vorhabens. Wo viele Menschen ihre Zeit, ihre Ideen und ihre Arbeitskraft einbringen, wird ein solches Projekt überhaupt erst in diesem Umfang möglich. Der gemeinsame Einsatz schafft Identifikation mit dem Ergebnis und macht erfahrbar, wie viel sich durch Zusammenarbeit erreichen lässt.

Umweltministerin und Landrat zu Gast auf unserer Schulhofbaustelle

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Am Freitag, den 16. Oktober 2026, rückte das Projekt auch über die Schule hinaus in den Mittelpunkt. Die baden-württembergische Umweltministerin Thekla Walker und der Landrat des Landkreises Karlsruhe, Dr. Christoph Schnaudigel, besuchten gemeinsam mit weiteren Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft die Baustelle. Der Besuch würdigte die Bedeutung der naturnahen Schulhofgestaltung und das Engagement aller Beteiligten.

Schulleiter Hans-Peter Kußmann stellte in einer kurzen Ansprache den Weg von der ersten Idee bis zur konkreten Umsetzung vor. Dabei wurde deutlich, wie viel Vorbereitung, Abstimmung und gemeinsamer Einsatz hinter dem Vorhaben stecken. Zugleich nutzte er die Gelegenheit, allen Helferinnen und Helfern sowie den unterstützenden Partnern herzlich zu danken.

Umweltministerin Thekla Walker lobte das Projekt und machte deutlich, wie wichtig es angesichts zunehmend heißer Sommer sei, die Lebensqualität an Schulen in Städten durch mehr Grün und naturnahe Flächen zu verbessern. Gerade Schulhöfe könnten einen wertvollen Beitrag dazu leisten, Aufenthaltsqualität zu schaffen und Natur wieder stärker in den Alltag junger Menschen zu integrieren.

Auch Landrat Dr. Christoph Schnaudigel richtete sich an die interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer. Im Anschluss nahm sich die Umweltministerin Zeit, Fragen der Schülerinnen und Schüler zu beantworten. So wurde der Besuch nicht nur zu einer Würdigung des Projekts, sondern auch zu einer Gelegenheit für direkten Austausch zwischen jungen Menschen und politischen Entscheidungsträgern.

Gemeinsam möglich gemacht

Ein solches Vorhaben gelingt nur, wenn viele an einem Strang ziehen. Fachliche Unterstützung erhält die Schule durch die Firma Roland Stärk Landschaftsbau. Auch die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg ist ein wichtiger Partner. Im Rahmen des Projekts „Investition Natur“ fördert und begleitet sie unter der Leitung von Prof. Dr. Armin Lude die naturnahe Umgestaltung von zehn Schulhöfen in Baden-Württemberg wissenschaftlich.

Darüber hinaus tragen die Bildungsstiftung Bruchsal, die Sparkasse Kraichgau, die Volksbank Kraichgau, die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg sowie der Freundeskreis der Schule mit ihrer finanziellen Unterstützung zum Gelingen bei. Dieses Zusammenspiel aus fachlicher Expertise, finanzieller Förderung und tatkräftigem Einsatz vor Ort zeigt, wie aus einer guten Idee ein konkretes Projekt werden kann.

Besonders wertvoll ist dabei, dass die Schulgemeinschaft nicht nur von der Unterstützung profitiert, sondern selbst einen entscheidenden Beitrag leistet. Die gemeinsame Arbeit macht das Projekt finanzierbar und verleiht ihm zugleich seinen besonderen Charakter.

Ein Schulhof, der Gemeinschaft wachsen lässt

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Die Neugestaltung der Käthe-Kollwitz-Schule steht für mehr als eine ökologische Aufwertung des Schulgeländes. Sie zeigt, wie Schülerinnen und Schüler Verantwortung übernehmen, wie Lehrkräfte und Schulleitungen gemeinsam an einem Ziel arbeiten und wie Partnerschaften zwischen Schule, Wissenschaft, Unternehmen und Förderern konkrete Veränderungen ermöglichen.

Aus einer nahezu vollständig asphaltierten Fläche soll ein Ort werden, der Natur erlebbar macht, die Artenvielfalt fördert und auch an heißen Tagen zum Verweilen einlädt. Ein Ort, der nicht nur grüner ist, sondern auch die Menschen verbindet, die ihn gemeinsam geschaffen haben.

Die Arbeiten sind ein sichtbares Zeichen dafür, was entstehen kann, wenn viele Menschen ihre Ideen und Kräfte zusammenbringen.

Ein neuer Schulhof wächst heran – und mit ihm ein Stück Gemeinschaft, das weit über die Baustelle hinauswirkt.