Arbeiten, wo andere Urlaub machen

und dabei fürs Leben lernen

26 Schüler:innen der Käthe-Kollwitz-Schule kehrten mit vielen neuen Eindrücken, gestärktem Selbstbewusstsein und wertvollen pädagogischen Erfahrungen aus ihrem Erasmus+-Auslandspraktikum zurück. Die angehenden Erzieher:innen im zweiten Ausbildungsjahr sowie Schüler:innen auf dem Weg zur mittleren Reife verbrachten zwei bis drei Wochen in Kindertageseinrichtungen in Italien, Kroatien und der Türkei – genauer gesagt in Brescia, Manerba del Garda, Vicenza, Zadar, Privlaka und Trabzon.

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Schon die Anreise wurde für viele zu einer besonderen Lernerfahrung. Die Käthe-Kollwitz-Schule hat sich zum Ziel gesetzt nachhaltiges Reisen zu fördern. Für viele Teilnehmer:innen war dies die erste längere Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln quer durch Europa – und mit großen Koffern zunächst durchaus eine Herausforderung. Doch gerade die gemeinsame Zeit unterwegs stärkte das Gemeinschaftsgefühl: Es wurde gelacht, gespielt, organisiert und gegenseitig unterstützt. Umso größer war am Ende die Erkenntnis, wie gut nachhaltiges Reisen funktionieren kann. So lernten die Schüler:innen nachhaltiges Reisen nicht nur kennen, sondern auch schätzen. Das Erasmus+-Projekt wurde damit auch zu einem praktischen Beispiel für umweltbewusstes Reisen in Europa.

Vor Ort arbeiteten die Schüler:innen in Kitas mit Kindern unterschiedlicher Altersgruppen zusammen und erhielten intensive Einblicke in andere pädagogische Konzepte und Arbeitsweisen. Besonders beeindruckt zeigten sich die angehenden Fachkräfte davon, wie kreativ und strukturiert der Kita-Alltag trotz teilweise knapper Personalbesetzung gestaltet wurde. Vielfältige Bildungsangebote, regelmäßige Ausflüge und eine konsequente Förderung schulischer Kompetenzen gehörten selbstverständlich zum Alltag.

Vor allem aber lernten die Schüler:innen, den Blick noch stärker auf die Bedürfnisse der Kinder zu richten. Viele Einrichtungen arbeiteten mit einfachen Alltagsmaterialien und zeigten, wie wirkungsvoll pädagogische Angebote auch ohne großen materiellen Aufwand sein können. Diese Erfahrungen möchten die angehenden Erzieher:innen nun in ihre zukünftige Arbeit in Deutschland einfließen lassen.

Neben den fachlichen Erkenntnissen brachte das Praktikum auch persönlich einen enormen Entwicklungsschub. „Jetzt können wir uns noch viel besser in Kinder hineinversetzen, die ohne Deutschkenntnisse in eine Kita kommen“, berichten die Teilnehmenden. Die Erfahrung, selbst in einer fremden Sprache und Kultur zurechtkommen zu müssen, habe ihre Empathie und ihr Verständnis nachhaltig gestärkt.

Auch außerhalb der Praktika sammelten die Jugendlichen zahlreiche kulturelle Eindrücke. In ihrer Freizeit erkundeten sie Städte wie Venedig, Verona und Mailand, genossen das italienische „Dolce Vita“ bei gutem Kaffee und beeindruckender Kulisse oder besuchten Sehenswürdigkeiten wie das Teatro Olimpico. In Kroatien sorgten die Meeresorgel von Zadar, ein Handball-Länderspiel sowie Ausflüge in die historische Stadt Nin für unvergessliche Erlebnisse.

Zum Abschluss präsentierten die Schüler:innen ihre Erfahrungen in einer Ausstellung in der Aula der Käthe-Kollwitz-Schule. Eingeladen waren Eltern, Praxisanleitungen sowie Kolleg:innen, die im direkten Gespräch mit den Teilnehmenden spannende Einblicke in den Arbeitsalltag im Ausland erhielten. Präsentiert wurden unter anderem persönliche Tagebücher, viele Fotos sowie Mitbringsel – von landestypischen Snacks bis hin zu Kita-Spielmaterialien. Die Rückmeldungen reichten von „wehmütig“ über „nachhaltig beeindruckt“ bis hin zu „echte Bereicherung“ und „wertvolle neue Perspektiven“. Viele Gäste zeigten sich begeistert von den persönlichen Entwicklungen und den vielfältigen Erfahrungen der Schüler:innen.

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Für die Teilnehmer:innen steht fest: Die Reise war weit mehr als nur ein Praktikum. Sie war eine wertvolle Erfahrung für ihre berufliche Zukunft – und fürs Leben.

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