Demokratiebildung am Beruflichen Gymnasium

Wettbewerb, Dialog, Debatte

Die Demokratiebildung wird an der Käthe-Kollwitz-Schule – nicht nur in heißen Wahlkampfzeiten – großgeschrieben.
Im vergangenen Schuljahr haben die SGE3 und die BTGE am Schülerwettbewerb des Landtags im Rahmen des Deutschunterrichts bei Frau Keßler und Frau Strobel-Koop teilgenommen und einen ersten Preis sowie 22 Zweitpreise und 13 Drittpreise gewonnen. Finn Herold-Büchner (vierte Person von rechts in der ersten Reihe) erhielt bei der Preisverleihung des 67. Schülerwettbewerbs am 4. Juni 2025 im Haus des Landtags in Stuttgart zusammen mit weiteren Preisträger*innen eine Urkunde für den ersten Preis.

LTGSchuelerpreis IMG 5744 720

Fotorechte: Landtag Baden-Württemberg

 

Bericht über den Besuch von Olav Gutting von Natalie Redl (SGJ21)

demokratiebildung 01 720

Am 18. November 2025 besuchte der Bundestagsabgeordnete Olav Gutting (CDU) die Klasse SGJ1.2 der Käthe-Kollwitz-Schule in Bruchsal. Der Besuch fand im Rahmen eines Projektes im Geschichts- und Gemeinschaftskundeunterricht bei Frau Strobel-Koop statt. Ziel des Projektes war es, verschiedene Parteimitglieder anzuschreiben und zu erfragen, ob sie bereit wären, unsere Schule zu besuchen, um mit uns über Politik und aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen zu sprechen. Nach einer Abstimmung in der Klasse, die während der Studienfahrt nach Amsterdam stattfand, entschieden wir uns für Herrn Gutting.
Am Tag seines Besuches stellten wir ihm Fragen, die wir im Vorfeld erarbeitet hatten. Die Befragung sollte ursprünglich als offenes Gespräch gestaltet sein, entwickelte sich jedoch eher zu einem klassischen Frage-Antwort-Format. Dabei wurden verschiedene Themen angesprochen. Besonders intensiv diskutierten wir über den Lobbyismus, da wir dieses Thema im Unterricht ausführlich behandelt und eine Dokumentation des ZDF dazu gesehen hatten, in der auch Herr Gutting vorkam. In diesem Zusammenhang bezeichnete er die Journalisten, die sich zu Beginn gegenüber Politikern als Lobbyisten ausgegeben hatten, als „Betrüger“. Diese hätten sich erst am Ende der Dokumentation offiziell als Journalisten zu erkennen gegeben. Gleichzeitig betonte er, dass Lobbyismus an sich nichts Negatives sei. Ein weiteres Thema war die Wehrpflicht, die jedoch nur für einen Teil unserer Klasse von besonderer Bedeutung ist, da sich einige Schülerinnen und Schüler privat intensiver mit diesem Thema auseinandersetzen. Ferner sprach eine Mitschülerin Herrn Gutting auf eine Aussage von Friedrich Merz zum Stadtbild an, die ihrer Meinung nach missverständlich war, und forderte ihn auf, seine Sichtweise dazu darzulegen.
Trotz der Vielfalt an Themen waren wir am Ende etwas enttäuscht von dem Besuch. Das offene Gespräch, das wir uns erhofft hatten, kam leider nicht zustande. Stattdessen blieb es bei einem Frage-Antwort-Ablauf, bei dem Herr Gutting unsere Fragen beantwortete, jedoch keine Rückfragen an uns stellte. Trotzdem war es ein interessanter Austausch, wodurch wir die Möglichkeit bekommen haben, in den Berufsalltag eines Politikers zu blicken.
Natalie Redl (SGJ12)

 

Demokratiebildungstag an der Käthe

demokratiebildung 02 720

Neben der regelmäßigen Teilnahme an Wettbewerben wie dem „Schülerwettbewerb des Landtags“ und „Jugend debattiert“ setzt die Käthe-Kollwitz-Schule als einen weiteren wichtigen Baustein der Demokratiebildung auf den Dialog mit Expert*innen wie zum Beispiel Politiker*innen oder Zeitzeugen.
Im November 2026 fand für die Jahrgangsstufe 1 des beruflichen Gymnasiums der Käthe-Kollwitz-Schule ein Demokratiebildungstag statt. In acht verschiedenen Workshops konnten die Schüler*innen Demokratie „live“ erleben.
Zunächst stand ein Workshop „Jugend debattiert“ für alle Schüler*innen verpflichtend auf dem Programm. Hier wurden die Grundlagen des Debattierens nach Regeln erprobt. In der zweiten Workshopphase konnten die Schüler*innen unter den Workshops: Besuch eines Zeitzeugen eines Holocaustüberlebenden der zweiten Generation mit Herrn Bernard Zimmerman sowie Workshops, die sich mit Hatespeech im Netz, Vielfalt in der Gesellschaft, der sexuellen Orientierung, dem Verhältnis des Islams zur Demokratie der DDR-Vergangenheit und dem Alltag eines Gemeinderatsmitglieds, der kreativen Annäherung an den Demokratiebegriff sowie den Spuren der nationalsozialistischen Vergangenheit bei einem Stadtspaziergang in Bruchsal wählen.

Schüler*innen der Jahrgangsstufe 1, Herr Bernard Zimmerman und Frau Strobel-Koop

 

Demokratiebildung live: Christian Holzer (SPD) zu Besuch im Geschichts- und Gemeinschaftskundeunterricht

 demokratiebildung 03 720

Am 21. November 2025 bekam die Klasse BTGJ1 Besuch von Christian Holzer (SPD), Gemeinderat, Kreisrat und Stellv. Bürgermeister sowie SPD-Landtagskandidat für den Wahlkreis Bruchsal. Dieser Besuch entstand im Rahmen des jährlichen Projektes im Geschichts- und Gemeinschaftskundeunterricht bei Frau Strobel-Koop, in dem es darum geht, Politik den Schülerinnen und Schülern praktisch näherzubringen, durch einen direkten Berührungspunkt mit lokalen Politikern.
Zu Beginn des Gesprächs stellte Herr Holzer seinen beruflichen Weg vor. Er schilderte, dass das Interesse, Verantwortung zu übernehmen, ihn schon in der Realschule als Schülersprecher begleitet hat und ihn die Politik mit der Zeit immer mehr begeisterte.
Im Mittelpunkt stand jedoch der offene Dialog mit der Klasse. Die Schülerinnen und Schüler hatten im Vorfeld zahlreiche Fragen vorbereitet, die unterschiedliche Themenbereiche abdeckten.
Ein zentraler Themenpunkt war die Bildung. Herr Holzer betonte die Wichtigkeit, die Bildungspolitik zu priorisieren und darin zu investieren, da die Schüler schließlich irgendwann die Zukunft des Landes sind. Außerdem machte er deutlich, dass er Kindertagesstätten ebenso in den Bereich der Bildungseinrichtungen einordnen würde und verwies auf die Herausforderungen von fehlenden Kindergartenplätzen und den Mangel an Fachkräften in diesem Bereich. Auch die Grenzen der Einflussmöglichkeiten in Bezug auf die Schulpolitik wurden diskutiert.
Ferner kamen gesellschaftspolitische Fragen auf. Von der Integration von Zugewanderten in den Arbeitsmarkt bis hin zu Möglichkeiten, sich als Jugendliche politisch einzubringen.
Zum Abschluss des Gesprächs hob Herr Holzer hervor, dass politische Gestaltung nicht nur von Politikern abhängt, sondern davon, dass Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.
Die Nachbesprechung des Projektes in der nächsten GGK-Unterrichtsstunde war grundsätzlich sehr positiv gestimmt. Es wurde vor allem deutlich, wie sehr sich Herr Holzer für unsere Fragen interessiert hat. Ebenfalls wurde betont, dass er aufgrund seines lokalen Engagements beim Beantworten dieser Fragen sehr nahbar war.
Abschließend kann gesagt werden, dass dieser offene Dialog mit Herrn Holzer der Klasse einen neuen Blickwinkel auf politische Herausforderungen ermöglichte und das Wissen über die politische Lage in der Region erweiterte.

Jael Pommer (BTGJ1)

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.